Nicht nur für Bären: Reverse-Bonus auf S&P500

Wer nicht von einer Fortsetzung der US-Rallye, sondern einer Seitwärtsbewegung oder fallenden Notierungen ausgeht, könnte auf die Reverse-Bonus-Zertifikate setzen.

Wann geht den Bullen an den US-Märkten die Puste aus? Allen geopolitischen Konflikten, Handelsstreitigkeiten mit China und innenpolitischen Skandalen zum Trotz notieren die großen US-Barometer allesamt nahe ihrer Allzeithochs. Wer bereits investiert ist, sich über den optimalen Verkaufszeitpunkt  den Kopf zerbricht oder einfach nicht daran glaubt, dass der Markt noch viel weiter steigt, könnte auf ein Reverse-Bonus-Zertifikat setzen. Diese Allrounder bieten neben ihrer Teilschutzfunktion bereits bei seitwärts tendierenden – und je nach Ausstattung sogar bei moderat steigenden Kursen – attraktive Renditechancen. Wichtig! Die Barriere ist der wichtigste Risikoparameter bei der Auswahl. Sie darf während der Laufzeit niemals überschritten werden, sonst gehen die Teilschutzfunktion und die Aufgelder verloren.

Nasdaq100 bis Mitte Dezember 2019 niemals über 8.600 Punkten?

Anleger, die auf das Nasdaq100-Reverse-Bonus-Zertifikat (ISIN DE000PZ3YSV3) der BNP Paribas setzen, gehen davon aus, dass der Index bis zum Bewertungstag (20.12.) nicht mehr als 10 Prozent zulegt, d.h. nie über die Barriere von 8.600 Punkten steigt. Das Produkt ist mit einem Reverse-Level von 10.000 und einem Bonus-Level und Cap von 5.200 Punkten ausgestattet; Anleger erhalten am Laufzeitende die Differenz beider Kursmarken (= 4.800 Punkte oder 48 US-Dollar pro Zertifikat). Aktuell kostet das Zertifikat 37,19 Euro, woraus sich unter der Annahme konstanter Wechselkurse (1,12 US-Dollar pro Euro) eine Bonus- und Seitwärtsrendite von 5,60 Euro oder 36,5 Prozent p.a. ergibt.

S&P bis Mitte Juni 2020 niemals über 3.300 Punkten?

Wer etwas längerfristig und in den weniger schwankungsfreudigen S&P500 investieren möchte, könnte mit dem Reverse-Bonus-Zertifikat mit Cap (ISIN DE000PZ42N56, Reverse-Level 5.000 Punkte, Bonus-Level und Cap 1.600 Punkte) bei konstanten Wechselkursen und dem Kaufpreis von 26,04 Euro eine Maximalrendite von 4,28 Euro oder 17,3 Prozent p.a. erzielen. Voraussetzung dafür ist, dass die Barriere bei 3.300 Punkten bis zum Bewertungstag am 19.6. nie berührt oder überschritten wird, der Index also nicht mehr als 10 Prozent zulegt. Bei Bruch der Barriere entspricht der Rückzahlungsbetrag der mit dem Wechselkurs multiplizierten Differenz aus Reverse-Level minus Index-Schlussstand.

ZertifikateReport-Fazit: Wer nicht von einer Fortsetzung der US-Rallye, sondern einer Seitwärtsbewegung oder fallenden Notierungen ausgeht, könnte auf die Reverse-Bonus-Zertifikate setzen. Steigende Notierungen können zu gehebelten Preiseinbußen führen (Aufgeld-Abbau, Deltas > 1). Das Wechselkursrisiko besteht in der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar.

Autor: Thorsten Welgen

Quelle: zertifikatereport.de

Veröffentlicht am 09.07.2019 um 13:16 Uhr.

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